„Wir werden nicht durch die Erinnerung an unsere Vergangenheit weise, sondern durch die Verantwortung für unsere Zukunft.“

George Bernard Shaw

Infothek

Bedeutung der Auftragsklärung

Die Bedeutung einer sorgfältigen Auftragsklärung zeigt sich immer dann besonders gravierend, wenn sie fehlt. Unterschiedliche Ausgänge können dabei beobachtet werden: der Coach wird bereits zu einem Zeitpunkt aktiv, wenn er noch keinen präzisierten Auftrag mit seinem Kunden geklärt hat. Er tut in diesem Fall das, was er allein für passend hält.

Er produziert losgelöst von seinem Kunden an einer Lösung, die keiner von ihm erwartet und wünscht. Darüber hinaus droht der Coach nutzlos zu bleiben, wenn er sich lediglich an vermuteten Wünschen orientiert. Seine Expertise kommt nicht zum Einsatz. Gescheiterte Beratungsprozesse lassen sich nicht selten bis zu einer mangelhaften, unpräzisen Auftragsklärung zurückverfolgen.

Aus: Geschichten für Praktiker S, 226

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Fokussiertes Teamcoaching

Das Potential eines Teams liegt in seiner erfolgreichen Zusammenarbeit, dass heißt in seiner kommunikativen Kompetenz und Kooperationsfähigkeit. Im Fokussierten Teamcoaching sollte dies zum Einsatz gebracht werden für die hier anstehende Aufgabe. Dieses Potential kann das Team nur dann spielen, wenn ihm für das Vorhaben die entsprechenden Kommunikationskontexte eingeräumt, das heißt bereitgestellt werden.

Fokussiertes Teamcoaching wirkt nicht nur nach innen in das Team und verändert den Umgang mit dem hier ausgewählten Thema. Es lässt sich nicht verhindern, dass dies auch Auswirkungen über die Grenzen des Teams haben wird. Damit wird es zur Angelegenheit für die Einrichtung und von Bedeutung für deren Verantwortliche, die konsequenterweise Interesse haben, auf das Geschehen Einfluss nehmen zu können.

Aus: Geschichten für Praktiker S. 218

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Lernen als Organisationskultur

Lernen in der Organisation ist letztlich eine von einem Beobachter wahrgenommene Veränderung von Kommunikation. Diese betrifft nicht nur spezifische Beiträge spezifischer Individuen[ …], sondern die Kommunikation als ganze ist anders. Hierbei ist nicht jede einzelne Art von Kommunikationsveränderung gemeint, wenn wir von organisationalem Lernen sprechen; vielmehr handelt es sich um ein ganzes Set an Veränderungen, das gemeinsam eine spezifische Kultur ergibt.

Die Gesamtheit der Veränderungen lassen sich deshalb nicht einfach als Summe aller Einzeländerungen begreifen, sondern bildet eine eigene Qualität. Diese Kultur zeigt sich unter anderem in ihrer spezifischen Art, mit Konflikten umzugehen. Konflikte lassen sich daher als wichtige Lernchance verstehen. Werden demnach in den sozialen Beziehungen einer Organisation Probleme sichtbar, können diese als Chance zur Weiterentwicklung begriffen werden.

Aus: Management von Dissens S. 72-73

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Organisationen als soziale Systeme

Organisationen fassen wir als soziale Systeme auf [ …]. Als soziale Systeme bestehen Organisationen aus Kommunikationen, d.h. sie erschaffen Ihre soziale Realität durch den Prozess der Kommunikation selbst (Selbstreferentialität). Alle Aktivitäten innerhalb einer Organisation, einer Abteilung oder eines Teams (Kommunikationen dieses Systems) tragen zu dieser Erschaffung der spezifischen Realitätsdefinition des Systems bei. [ …] Ein Beobachter solcher Systeme wiederum kann Prozessunterschiede erkennen. Es ist somit der Beobachter, der Veränderungen von Kommunikation und somit Entwicklung und Lernen wahrnimmt und beschreibt.

Aus: Management von Dissens S. 72

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